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Zubereitung: |
Teig:
Mehl in eine Schüssel oder in die Küchenmaschine geben.
Per
Hand:
In die Mischung eine Mulde drücken, Eier dort wie für ein Omelette leicht
verschlagen und nach und nach vom Rand Mehl mit unterrühren, bis ein
dicklicher Brei entstanden ist. Den Teig gut durchkneten, bis er
elastisch und glänzend ist. Eventuell noch weiteres Mehl einarbeiten
- das kann man aber am besten NACH der Ruhezeit im Kühlschrank
beurteilen..
Zu
einer Kugel formen, in einen Gefrierbeutel oder in Frischhaltefolie geben und ca. 30 bis 60 Minuten
im Kühlschrank
ruhen lassen.
Mit der Küchenmaschine:
Eier dazu und los. Ab und zu nochmals anstellen, es soll sich mit der
Zeit ein Klumpen bilden, der im Ganzen durch die Maschine rumpelt
(besser deshalb weniger Gas geben, Stufe 1 oder 2 langen aus, um ihm noch
etwas Bewegung zu verschaffen). Von Hand nochmals durchkneten, wenn er zu
feucht ist, noch ein wenig Mehl einkneten - das kann man aber am besten
NACH der Ruhezeit im Kühlschrank beurteilen.
Nudeln
ausrollen ohne Maschine:
Ich will Ihnen keine Märchen erzählen, Sie BRAUCHEN dafür eine
Nudelmaschine, wenn Ihnen Ihre Zeit auch nur minimal am Herzen liegt.
Abgesehen davon liegt - wenn Sie ein italienisches Nudelholz erworben
haben - der mörderische und mit diversen Sehnenscheiden gepflasterte Weg
des Erlernens der Technik noch vor Ihnen...
Wenn Sie das nicht abschreckt, lesen Sie *Die klassische Italienische
Küche* von Marcella Hazan, dort ist die Technik jedenfalls so
beschrieben, daß man eine faire Chance hat, mit viel Übung ans Ziel zu
gelangen. Ins Fitnessstudio brauchen Sie dann auch nicht mehr zu gehen.
Nudeln
ausrollen mit Maschine:
Immer ein wenig Mehl ausstreuen, in die man bei Bedarf die
Teigstücke drücken kann, damit sie nicht klebrig an/in der Maschine
hängen bleiben.
Den Teig sollten Sie als Anfänger in 6-8 Teile aufteilen, das hat
den Vorteil, daß die Stücke/Nudeln letztendlich kürzer werden, und Sie
nicht schon beim ersten Mal mit meterlangen Teiglappen hantieren müssen.
Im Geschmack ist es eh gleich. Später sind lange Nudeln Prestigesache,
damit es in weniger Durchläufen geht, und damit Sie sich ärgern können,
wenn sie durch ihr Eigengewicht beim Trocknen in der Mitte brechen.
Bei kleineren Stückchen aber auch nur ein Teil zur Zeit bearbeiten
(nochmals: später rollen Sie so schnell, daß Sie alle Teile parallel
machen können, ohne daß der Teig eintrocknet . Wer stressfest ist,
kann es gleich versuchen...)
Pro Teigstück folgenden Weg beschreiten:
Leicht flachdrücken, form ist (noch) Nebensache, auf Stufe 1 (der
breitesten Öffnung der Walzen) durch die Maschine drehen. Und das nun
mindestens 6 mal wiederholen, wobei nach jeder sogenannten "Tour" die
Teigstücke gefaltet werden, um sie a) in die richtige Form zu bringen
und b) den Teig geschmeidig zu machen.
Laut Marcella Hazan soll man immer die Ränder zur Mitte hin einklappen,
und immer soll man die schmalere Seite zuerst in die Maschine geben.
Ich klappe manchmal auch einfach über die Mitte zusammen, wenn es gut
paßt und mache erst ab der 3. Tour das Seiteneinwärts-Manöver. Geht
schneller, sieht besser aus, macht mehr Spaß. Und manchmal kann es auch
sein, daß man mit waagerechtem Einschub die perfekte Form (Rechteck)
hinkriegt. Für den Geschmack ist allein wichtig, den Teig auf dieser
Stufe oft genug zu walzen.
In den folgenden Phasen wiederholt man - aber jeweils nur 1 Tour pro
Stück - den Vorgang Stufe für Stufe (bei meiner Maschine bis Stufe 5 /
6), bis der Teig sehr dünn ist. ZU dünn ist er nur, wenn er beginnt,
papyrusähnliche Falten zu ziehen und fast "fedrig" auszusehen. In
dem Fall nochmal einmal über die Mittelachse zusammenklappen und durch
die Stufe davor drehen.
Für schwere Ragouts die Nudeln eine Stufe dicker lassen.
Am tollsten schmecken sie aber hauchdünn.
Noch nicht geschafft: das Schneiden und Aufbewahren und Kochen:
Wie
erkläre ich das am besten? Also, Sie nehmen - nachdem Sie Kurbel oder
Motor der Maschine umgesteckt haben, so daß die Schneidevorrichtung
angedockt ist - jeden dünnen Nudellappen und legen sich ihn (wenn Sie
Rechtshänder sind, ansonsten alles andersrum) über die linke Hand wie
ein Kellnertuch, nur nicht übers Handgelenk, sondern bei rechtwinklig
abgespreiztem Daumen über die Finger. Stellen Sie sich vor, Sie wolltem
jemandem einen sehr bestimmten Handschlag geben, mit Daumen hoch - so muß die Hand
aussehen.
O.k., Fotos folgen.
Nun kurbeln Sie und geben den Lappen durch die Schneidevorrichtung,
lassen ihn, sobald sie greift, über die Maschine fallen, und halten
schon die linke Hand, in der Sie gerade noch den Nudellappen hatten,
dorthin, wo nun die Nudeln herauskommen: unter die Nudeln, die Sie gerade
herauskurbeln. Einfach Hand unter die bereits heraushängenden schieben.
Versuchen, ungefähr die Mitte zu erwischen. Nun sollten die Nudeln - nur
jetzt geschnitten - wieder über Ihrer Hand liegen.
Ab jetzt können Sie sie kurz in Mehl schmeißen und kurz(!) auf
Haushaltspapier lagern, wenn Sie sie gleich kochen wollen
oder
zum Trocknen aufhängen.
Häufige
Fehler beim Trocknen:
-Nudeln sind noch miteinander verbunden, liegen teilweise übereinander:
Es lohnt sich, die Nudeln zu trennen und NENENEINANDER zum Trocknen
aufzuhängen. Ein Nudelständer aus Kunststoff hat sich bei mir zuhause
bewährt. Sehr lange Nudeln gehen damit allerdings nicht.
Für lange
Nudeln: Besenstiele, an den Enden mit Schüren in die Waagerechte
gebracht. Die Papprolle (sozusagen das Innenleben) aus der Mitte einer
Rolle Haushaltstücher nehmen. Unten aufschneiden. Mehrere dieser
Papprollen über Stuhllehnen stülpen. Oder Einrichtungsgegenstände oder
Geländer oder oder - nur Vorsicht! Das, worüber Sie die Nudeln hängen,
muß sauber, trocken, abgerundet sein und darf nicht zu schmal sein.
Beispiel:
- Sie
versuchen, Nudeln auf dem Wäscheständer zu trocken? Schwerer Fehler. Die
Schnüre sind zu dünn, die Nudeln finden kurz unterhalb der Schnur
zusammen, verbinden sich, und Sie bekommen sie später nicht mehr (heil)
vom Ständer. Gern fallen sie auch einfach ab und erwarten Ihren
schreckgeweiteten Blick vom Fußboden aus.
- Deshalb
und auch sonst: immer Tücher unterlegen. Wenn Nudeln abbrechen, dann
kann man sie noch retten, wenn sie auf Tücher fallen.
- Zu lange
hängen lassen: die Nudeln brechen und fallen runter.
- Zu kurz
trocknen lassen: die Nudeln verkleben. Allerdings kann man sie sehr gut,
sobald sie nicht mehr kleben, auf Papier umbetten und dort dann noch ein
paar mal wenden und ganz austrocknen lassen.
- Je nach Dicke der Nudeln liegt die Trockenzeit zwischen einer
halben Stunde und einer Stunde.
- Man
*kann* nach kurzer Antrockenzeit zum Austrocknen Nester formen, die sich
dann besser wenden lassen als schnurgerade aufbewahrte Nudeln.
- Richtig
dünne, feine Nudeln aber muß man schnurgerade trocknen (solange sie noch
feucht sind, kleben sie. Und sind sie gerade nicht mehr feucht, sind sie
aufgrund ihrer zarten Beschaffenheit auch nicht mehr formbar.) und
behandeln wie rohe Eier, so ist das nunmal.
Kochen:
Viel Wasser
und viel Salz.
Unmittelbar
nach der Herstellung reichen ein paar Momente im Wasser. Sobald sie
getrocknet sind, dauert es ein paar Minuten.
Wichtig:
regelmäßig probieren, wann die Nudeln gut sind!
Und nun
viel Glück und Guten Appetit!
Jeanine
Hildebrand
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