NICHT-Kochen: Shiitake mit Hibiskus und Tee


Text von Debra Solomon in Übersetzung aus dem Englischen.

(C) Debra Solomon, culiblog.org:
NICHT-Kochen mit Blüten und Blättern, ein Rezept mit rohen Zutaten für marinierte Shiitake Pilze


Wenn ich mit meinen Freunden essen möchte, kann ich das Gemüse nicht einfach noch mit den Wurzelballen voll Erde servieren, so wie ich es mag. Ich muss mich um etwas Verfeinerung bemühen.


Shiitake Pilze, mariniert mit Hibiskusblüten und grünen Teeblättern

(7 Min. Zubereitungszeit, 1-4 Stunden Wartezeit)


-getrocknete Hibiskusblüten

-ganze grüne Teeblätter

-Wasser

-Fleur de Sel

-Zitronenschale

-Krustentieröl* (Vegetarier, entspannt euch)

-2 Shitake Pilze

 

Gießen Sie genug Wasser in den Boden einer Tasse, um eine Lage Hibiskusblüten und grüne Teeblätter zu bedecken. Sie werden einen hocharomatischen und konzentrierten Tee machen, viel zu stark um ihn zu trinken. Versuchen Sie, vier Teelöffel davon herzustellen.


(Dieses Jahr scheinen Hibiskusblüten mein Lieblings-Säurungsmittel  zu sein. Ich finde es hypnotisierend zuzusehen, wie die Magentafärbung aus den Blütenblättern sickert,und ich lebe quasi nur noch  für den „puderigen“ Nachgeschmack.)

Geben Sie zu dem „Tee“ eine große, lockere Prise fein geriebene Zitronenschale, eine gute Portion Fleur de Sel und einen oder zwei Teelöffel Krustentieröl.

Schmecken Sie die Marinade ab, und schwenken Sie die beiden großen Shiitake Pilze darin. Marinieren Sie sie für eine bis vier Stunden vor dem Servieren. Jedes Mal, wenn Sie vorbei kommen, schwenken Sie die Pilze leicht zum Spaß.

Für ungefähr einen Tag können Sie die Pilze im Kühlschrank oder außerhalb aufbewahren, ohne ihre Konsistenz zu ruinieren. Die Marinade und der Saft, die aus den Pilzen sickern können „recycelt“ werden, das ist wie Brühe für *Roh*-Gourmets. Sie wissen, wie sehr ich es liebe, Essen wiederzuverwerten!

* Ein Kommentar zum Krustentieröl: Man kann es nicht kaufen.

(Anmerkung der Redaktion: Doch, und zwar bei bosfood.de)

Meines war ein Präsent, selbst gemacht von meiner Freundin Marlein, welcher ich dieses Rezept widme. Ein möglicher (vegetarischer) Ersatz: Traubenkernöl, ganz leicht angewärmt und gerade eine halbe Fenchelknolle bedeckend, Sternanis und ein getrocknetes Hibiskusblütenblatt. Lassen Sie es abkühlen und für zwei Tage ziehen. Nehmen sie das „Zeug“ heraus und gießen Sie das Öl vorsichtig in ein sauberes Gefäß. Lagern Sie es an einem kühlen, dunklen und trockenem Ort.


Ein Kommentar zur Benutzung von nicht-vegetarischen, nicht-rohen Zutaten in diesem Rezept: Entspannen Sie sich und genießen Sie köstliches Essen das mit Liebe für Sie gemacht wurde. Aromatische Öle sind wie Parfüms, man braucht nur ein paar Tropfen davon. In diesem Rezept brauchen Sie nur so viele Tropfen, um damit einen oder zwei Teelöffel zu füllen.


Beides, die grünen Teeblätter und das Krustentieröl, haben eine „puderige“ Note, die die Holzigkeit der Shitake Pilze zur Geltung bringt. Diese Marinade riecht nach Pfingstrosen. Shitake pivoine!  Meine Hände sind vom Schwenken der Pilze parfümiert.


Das Rezept ist meiner lieben Freundin Marlein Overakker gewidmet, einer Köchin, die mich zu meinen Lieblingsaromen geführt hat und die immer eine große Quelle der Inspiration ist.
 

 Debra Solomon