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28.06.2001 21:11:25 von
Frankman
(wefrank@istx.de)
aus Unterföhring bei München
Bewertung 05/01
Dichtes Granat-Violett. Extrem geoastetes Bukett mit Butter ohne Ende, süßem Holz, sehr vielen Gewürzen, Vanille, Zabaione, Kokos und amerikanischer Eiche. Eigentlich ist kein Wein mehr unter dem Toast zu finden. Auch am Gaumen extrem barriquedominiert. Rote Früchte, Vanille, Zabaione, Creme Brulee, Kokos, massives süßes Holz, Säureunterstützung, mildes Tannin, noch gut integrierter Alkohol. Mittlerer bis voller Körper. Ein Extremfall von Wein, den man wohl als typisch amerikanischen Overkill bezeichnen muß. Er trinkt sich lecker, man spürt kaum Ecken und Kanten, aber alles, was man schmeckt ist Toast und keinen Wein. Es stellt sich eigentlich nur die Frage, ob der Krankl 200 oder 300 % neues Holz verwendet hat. Es ist schwer diesen Wein gerecht zu werden. Für Barriquefanatiker wird er in Richtung Perfektion streben, für alle anderen bewegt er sich zwischen sehr lecker und pervers-untrinkbar. Und rein zum Testen ist er mit DEM 250.- (sofern man den Wein überhaupt bekommt) eine ziemlich teuere und risikoreiche Investition. Eher jung trinken, er fällt wahrscheinlich auseinander. Bis 2005.
1,5+ / 5,5- / 8,0 / 1,5+ = 16,5 - 17,0 / 90 Punkte
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