Jeas Tip Herman Story "Tomboy" White 2009
 
  Seit den "guten alten Zeiten", zu denen die Sine Qua Non Weißweine noch unbekannt - und damit zu bekommen - waren, hat mich kein Wein aus Kalifornien mehr so geflasht*.

* wirklich. Und trotz des eher hohen Preises habe ich jedes Mal das Gefühl, ein "Schnäppchen" gemacht zu haben für das, was dieser Wein bietet. Selbst in unserem Job entdeckt man so etwas nicht ständig.

Dieser Wein ist nichts, aber auch gar nichts für Leichtweintrinker.

Natürlich spielt er in der obersten Liga, was Komplexität und Finesse angeht - darüber hinaus aber als Ganzes auch noch in einer anderen Dimension.

Tomboy hat mit "normalem" Wein wenig zu tun.

Ähnlich einer Schachstudie zeigt er, was mit Stilwillen und Begabung an Schönheit möglich ist (was aber so gut wie nie einfach aus dem Spiel heraus passiert).

Vor diesem Hintergrund wirkt der Tomboy, den Russell aus dem Handgelenk zu schütteln scheint, durch seine Exzellenz und ohne es zu wollen wie eine Deklassierung vieler "netter" aromatischer Weine.

Solange er noch so frei erhältlich ist, rate ich zu hemmungslosem Genuß, denn Russell is definitely going places, und das völlig zu recht.
Cheers!
 
   

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