Der Johann Georg Shiraz wird im Barossa Valley von der alteingesessenen Kalleske Familie gemacht, die dort seit über 150 Jahren als Farmer und Weinbauern ansässig ist. Er stammt von der ältesten Einzellage der Farm, deren knorrige alte Reben bereits 1875 angepflanzt wurden und ist eine Hommage an Johann Georg Kalleske, den ersten Kalleske, der sich, 1794 in Brätz in Preußen geboren, im Jahr 1838 mit seiner Frau und seinen Kindern auf der Prince George einschiffte und nach Australien auswanderte.
Fast schwarz und undurchsichtig sitzt der Wein im Glas. In der Nase einnehmende Anklänge von Lakritz, Gewürz, dann klare florale Noten, dann schwarze Oliven und geröstete Gewürze. Am Gaumen ist er vollmundig mit dieser besonderen klaren und reinen Frucht, wie sie ausschließlich ganz hochklassige Weine besitzen. Dunkle Früchte füllen jeden schmeckbaren Winkel des Mundes aus, die Tannine sind feinkörnig und integriert wie feinster Puderzucker, was zu einem sensationell wohligem Mundgefühl führt. Man möchte den Wein noch weiter im Mund bewegen, die Harmonie aus Frucht, Tannin und Röstaromen des Fassausbaus, diese seidige Wucht geniessen – und dann kommt noch diese enorme Länge, die einem den Abschied von jedem kostbaren Schlückchen versüßt. Momentan schon spektakulär, steht der Johann Georg dennoch für einen der am längsten lagerbaren Weine des Kontinents. 20 bis 30 Jahre, sagt winemaker Troy Kalleske, sind vor der Historie des Weinbergs nur ein Wimpernschlag der Zeit, den der Wein mit Größe transportiert.