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1 - 10 von 13 Ergebnissen
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Back from the USA...

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by on in Apell On Tour

 

Martin Apell ist seit kurzem zurück von seiner jüngsten USA-Tour.

Im Gegensatz zu unseren fallen die Berichte vom Boss immer etwas ausführlicher aus. ;-)

 

 

 

 

 

1: Illahe Winery, Willamette Valley

Ich hatte irgendwo gelesen, dass die einen Grünen Veltliner machen.
Da ich diese Rebsorte liebe, musste ich dahin. Der Wein war leider enttäuschend.

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2: Airlie Winery, Willamette Valley

Guter Pinot Noir, traumhafter Pinot Blanc und Pinot Gris. Und nur ungefähr 5 Minuten von meiner ehemaligen Studentenbude entfernt (ich war 1987/1988 für ein Jahr als Austauschstudent an der Western Oregon University, damals gab es vielleicht 5 Weingüter heute gefühlt 5000), ich hätte gern mit Airlie zusammengearbeitet. Leider lassen sich deren Preisvorstellungen nicht auf dem deutschen Markt realisieren.

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3: Paschal Winery, Rogue Valley

 Vielfach empfohlen, landschaftlich wunderschön, konnten die Weine mich letztlich nicht überzeugen

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4: Lambert Bridge, Sonomy Valley

Tolle Weine, a bit pricey, mal schauen, ob was daraus wird, wir sind noch in Verhandlungen

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5: LoCoco´s, Santa Rosa

Bombenvoll und geile Pizza

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6: Charles M. Schulz Museum, Santa Rosa

Das konnte ich mir als Peanuts Fan natürlich nicht entgehen lassen

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7: Hakkasan, San Francisco

Ein bißchen sehen und gesehen werden, und nicht gerade billig am Abend, aber die Peking Ente war jeden Dollar wert.
Alter Schwede, die war der Oberhammer, ich hatte sie mit meinem Sohn geteilt, aber hätte sie auch allein verdrückt :-)

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8: Abstecher nach Hawaii Big Island

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9: Brown´s Beach House, Kohala Coast

Crunchy Big Eye Tuna and Wasabi Potato Puree

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10: Monterey Aquarium

Eigelbqualle

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11: Pismo Beach

Spaß muss sein!

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12: Sans Liege Tasting Room in Pismo Beach

Das Weingut von Curt Schachlin war die Entdeckung des vergangenen Jahres, und mein Besuch hat diesen Eindruck nur nochmals bekräftigt.
Was für tolle, hochklassige und dabei enorm trinkfreudige Weine. Gerade angesichts der teils überambitioniert-unleckeren, möchtegernmodernen säurebetonten und leider völlig charmebefreiten Weine, die wir in den letzten paar Jahren in der Gegend oft ertragen mußten, sind seine Weine eine Wohltat: sie schmecken vor dem Hintergrund der örtlichen Konkurrenz einfach doppelt himmlisch.

Nachtrag: Bei der heutigen Verkostung im Büro habe ich damit auch meine Mitarbeiterinnen überzeugen können. Die Weine, auch die beiden Weißen (ein Viognier und eine Rhône-Cuvée) haben sie, ich zitiere, "geflasht".

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13. Karte der Einzellagen von Sans Liege

Einige Lagen kennen wir bereits, und zwar unter anderem von Herman Story...

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14: Terry Hoage Estate, Paso Robles

Was für Weine! Und eine Minimenge wird ihren Weg nach Deutschland finden. Fragen Sie mich aber bitte nicht, wieviel Nerven mich dieser Einkauf gekostet hat.

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15: Opolo, Paso Robles

Vielversprechend, aber nicht wuchtig genug für den Preis. Wäre für einen anderen Preis ein leckerer Wein. Wir schauen nächstes Jahr nochmal.

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16: Jason Carter und Martin Apell im Barrel Room von Zotovich

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17: California Pizza Kitchen at Westfield Topanga Mall

Wunderschöne Mall. In der CPK esse ich jedesmal meinen dortigen Favoriten zum Lunch: Kung Pao Spaghetti. Die sind richtig "hot", und zwar so sehr, daß ich die ganzen Schoten (deren Aroma den ganzen Teller mit feuriger Schärfe versieht) nur ein einzige Mal mitgegessen habe...

Spaghetti-Kung-Pao

 

 

18: Figueroa Mountain Brewing Company

Tolles Bier, Megastimmung - ungefähr 7 Großbildfernseher mit Olympics aus Rio - und tolle Burger!

Figuera-Mountain

 

 

19: Lure Fish House, Westlake Village

Sensationelles Fischrestaurant

Lure-Fish-House
 

 

20: Onyx, Westlake Village

Ahi Tuna Poke Tartare: Crispy Rice, Avocado, Wasabi Aioli, Avocado Sesame Soy

Das war zum Niederknieen :-)

Ahi-Tuna-Poke-Tartare

 

 

 

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Willunga Wanderers

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by on in Apell On Tour
 

Leigh übernimmt heute den Fahrdienst, das Navi bleibt zu hause..
Unser erster Tag im McLaren Vale fing an mit einem Gang über den Markt von Willunga. Hier findet man nicht nur Gemüse, Fleisch und Fisch sondern auch frische Backwaren, Olivenöl, Tee, Gewürze und Wein!
Nun noch schnell ein Kaffee bei Three Monkeys getrunken und dann gehts nach nebenan...

 

 

Pünktlich um elf öffnet Jess bei Hither & Yon die cellar Door. Auf Empfehlung eines Shaw and Smith Mitarbeiters und Leigh Gilligans himself hier gelandet, waren wir gespannt auf das, was sich hinter dem großen "&" verbirgt.

 

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Hither&Yon haben ihre Cellar door in einem historischen Gebäude von 1860, das ursprünglich mal eine Metzgerei war.

Wir wurden von Jessica der Cellar Door Managerin herzlich empfangen. Die Hither & Yon Weine bestehen überwiegend aus Rebsorten, die wir in Europa oft sehen, hier in Australien allerdings (noch) eher selten antreffen:

Muscat blanc, Aglianico, Tannat, Tempranillo, Nero D´Avola...
Shiraz und Cabernet dürfen aber auch nicht fehlen und mischen sich ebenfalls unter das Rebsortenvolk.

Was für eine Vielfalt und was für ein spannendes line-up! Das Portfolio ist interessant und straff geschnürt und zeigt McLaren Vale von seiner eleganten und dennoch appetitlich und lecker zu trinkenden Seite.
Eigentlich wollten wir mal was abseitiges trinken und wieder gehen, aber wir machen nun doch ausführliche Notizen und spinnen uns ein H&Y-Paket zusammen. Je eine Flasche von den spannendsten Weinen in einem 6-Pack, ob die das wohl mitmachen würden? Malcolm, einer der Besitzer, ist auf Reisen, daher vertagen wir das. Wir bedanken uns bei Jess für eine mit leichter Hand geführte und doch genau richtig informative Verkostung.

 

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Dann ging es weiter (nach einem besonderen Erlebnis, über das wir zu gegebener Zeit berichten werden) unter Leighs Führung zum Weingut SC Panell. Dort machen wir nach der Verkostung auch eine kleine Lunchpause. Wir probieren die Highlights des Portofolios und bestellen dann eine kleine spanische Vesperplatte und einen Couscous-Salat und genießen von der Terrasse den Ausblick auf die Weinberge.

 

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Die Grundlage für den Nachmittag wurde geschaffen, denn weiter ging es zu Koltz, zu Mark Day, Anna Koltunov und zu Gala, der vierbeinigen Dame des Hauses. Letztere versah das Tasting mit einer ganz eigenen Duftnote und musste daher den Raum frühzeitig verlassen. Mark und Anna haben eine kleine Garagenwinery im wahrsten Sinne des Wortes, die unter anderem The Pagan, einen Amarone Style Shiraz, hervorbringt. Wir bekommen von diesem einzigartigen Wein jedes Jahr eine kleine Menge. Wir probieren wie auch schon bei unserem letzten Besuch den neuen Jahrgang, der dann in ca vier Monaten in Deutschland sein wird. Außerdem probieren wir einige spezielle Sachen, die Mark immer wieder ausheckt. Er ist eben im Herzen ein Italiener - und was er macht, schmeckt alles toll.

 

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Es ist gar nicht so leicht, sich hier loszureißen, denn schon beim letzten mal haben wir uns hier gleich zuhaus gefühlt, und Mark ist für seine guten Geschichten bekannt...aber wir haben eine ganz besondere Einladung nach Adelaide bekommen und müssen uns noch umziehen....

Bis später dann, high above the crowd...

Cheers,

Jeanine & Christina
 

 

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Auf Abwegen

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by on in Apell On Tour


Wir lassen auch nichts aus ….
Die Koffer waren gepackt, wir waren startklar, nur das Auto nicht. Nichts ging mehr, weder aufschließen per Funk, geschweige denn starten. Wieso/weshalb war uns ein Rätsel, denn Licht etc. war aus. Egal, Roadservice gerufen, Starterkabel raus und die lange Fahrt in die Adelaide Hills sollte ausreichen, den Elektrokasten wieder aufzuladen.
Hoffentlich war das eine Eintagsfliege und das Auto benimmt sich bis zu unserer Abfahrt.

 

 

Shaw and Smith war unser erster Stop in den Adelaide Hills. Es war nur ein kurzes Eingucken geplant. Wir kennen das aktuelle Sortiment sehr gut, daher waren wir nicht so sehr auf eine Weinprobe aus, sondern neugierig auf Architektur und Aussicht. Und wir wurden nicht entäuscht, das Gebäude ist wirklich ein Hingucker. Es sind drei aneinander gereihte Satteldachhäuser mit einer sehr reduzierte Formsprache, d. h. Cellar door und Verwaltung unter drei Dächern. Einen Riesling und einen Pinot Noir, die wir nicht im Sortiment haben, „müssen“ wir noch kurz in sehr angenehmer Athmosphäre verkosten, dann geht es trotz der zum Verweilen einladenden Location auch schon weiter.

 

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Um zwei Uhr hatten wir unseren nächsten Termin in einer anderen Ecke der Adelaide Hills. Von Balhannah ging es nach Longwood. Die Strasse, an der die Deviation Road Winery liegt, macht ihrem Namen alle Ehre: was für ein Gegurke.

Aber auch irgendwie urig-malerisch. Zunächst lange, dann sich immer kürzer windende, kurvige Straßen führen uns hoch in die Adelaide Hills. Hinter einer weiteren Biegung dann Deviation Road, das Zuhause und die Winery von Kate und Hamish Laurie. Kate konnte heute leider nicht dabei sein, aber Hamish Laurie empfing uns und führte uns zuerst von der cellar door weg hin zu zwei kleinen Hallen, die sich als die Winery herausstellten. Hier wird gerade das Disgorgement abgeschlossen, wir treffen gerade noch die beiden Mitarbeiter, die damit beschäftigt waren, einer von ihnen ein Schweizer, mit dem wir ein wenig Deutsch sprechen. Er bestätigt, was wir uns schon dachten: das ist eine S… sehr harte Arbeit. Erst die Flasche kopfüber ins Gefrierbad, dann den Hefepropf raus, dann die Dosage, dann das Auftoppen aus einer anderen, dafür beiseite genommenen Flasche des Sparklings, dann das Verkorken und die Ablage… und dann werden die Flaschen wieder ins Lager gefahren. Dies liegt momentan noch ein Stück weg, aber die Lauries bauen einen eigenen Keller in einen der zahlreichen Hügel für die Zukunft.

 

 

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Und diese Zukunft sieht rosig aus wie der Altair Rosé, denn die die Kritiker überschlagen sich förmlich vor Lob. Kein Wunder, im Gegensatz zu den sehr eigenen Stilistiken, die teilweise aus Tasmanien (dem Schaumwein-Mekka Australiens) kommen, sind die DR Schaumweine superfrisch, haben Zug am Gaumen und sind nicht oxidativ in der Stilistik. Sie fügen sich in eine moderne europäische Richtung ein, nur eben mit dem Tick mehr Frucht, den wir so in Europa einfach nicht hinbekommen (können).

Der Beltana ist ein klassischer Blanc de Blancs mit einigem Gewicht und toller Balance – hier darf auch die Hefe, die Briôchenoten und ein wenig Fassreife mit ran. Man bekommt the real thing, keine zweite Pressung, keine Reste unter dem Mantel der hohen Herkunft, sondern präzise Kellerarbeit mit bestem Traubenmaterial, gehegt und gepflegt, in Handarbeit gemacht – was aus Frankreich nahezu unbezahlbar würde, können wir hier noch zu nicht billigem aber voll nachvollziehbarem Preis kaufen. Es fängt bei 27,50 Euro bei Altair an und geht hoch bis zum Beltana, mit 79 Euro das absolute Flagschiff mit mindestens 5 Jahre Hefelager.

Aber uns überraschen auch die exzellenten Stillweine, unter anderem ein Pinot Gris, von dem wir auch noch ein gereiftes Exemplar geschenkt bekommen (2009), um uns in Ruhe nochmal zu vergegenwärtigen, wie sich dieser Wein entwickelt. Auch die Roten waren nicht zu verachten, im Ganzen fällt hier nichts durch, im Gegenteil.

Fazit: Für Besucher ist dieser verborgene Flecken absolut zu empfehlen, wildromantisch gelegen mit schöner nach hinten gelegener Terrasse mit Pergola und einem Steinpizzaofen. Im Sommer sitzt man im Garten und genießt „Schampus“ unter den hübschen Schirmen. Ein echter Geheimtipp (noch!) – wer weiß, ob man nicht bald reservieren muß.

 

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Wieder zurück auf der deviation road ging es dann eine Kurve nach der anderen langsam in Richtung Küste, Highway McLaren Vale. Die Aussichten waren spektakulär. Um halb fünf bogen wir dann in die Cali Road und stürmten die Cellar Door von Dowie Coole. Endlich gelandet im McLaren Vale, unser Aufenthalt für die nächsten drei Tage.

Leigh Gilligan, unser Freund und Gastgeber für die nächsten Tage erwartet uns dort, und es ist ein wenig wie Nach-Hause-Kommen. Ganz in Ruhe probieren wir die aktuellen Weine durch. Bei einem weiteren Termin mit winemaker und mittlerweile General Manager Chris Thomas werden wir noch einzelne Fassproben aus diversen Lagen verkosten.

 

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Den Abend verbingen wir ruhig zuhause mit Leigh und seiner Frau Jen bei Salat, Lasagne a la Gilligan und einem bis dato unbekannten Rosé und gehen früh zu Bett.
Cheers,
Jeanine & Christina

 

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Wilbur´s World

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by on in Apell On Tour

Der Startschuss für den Tag war um zehn Uhr, Termin bei Kalleskes. Irgendwie waren wir davon ausgegangen, dass uns die Adresse zu einem Weingut führt, stattdessen fanden wir uns vor der Cellar Door in mitten in Greenock wieder. Tony Kalleske erwartete uns bereits und dann ging es los aufs Land zum Weingut.

Unser timing war perfekt, denn die tägliche Kaffeepause mit den Mitarbeitern, morning tea genannt, stand an. Bei Kalleske bedeutet das drei Generationen an einem Tisch: Kalleske senior, drei Brüder, ein Cousin und ein Neffe. Es ist schon sehr aufschlussreich, wie hier die biodynamische Idee konsequent und authentisch in die Realität umgesetzt wird.

Wir fühlen uns hier einfach wohl, obwohl wir inmitten einer Männerrunde hocken.

 

 

 

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Sehr häuslich kümmern sich die Jungs umeinander und haben beispielsweise drei verschiedene Sorten Gurken eingelegt, die dann zum zweiten Frühsttück auf den Tisch (das Weinfass) kommen, zusammen mit Crackern und Käse.

Auch ein Bier wird gebraut für den Eigenbedarf, Das gibt es aber erst nach Feierabend.

Eine Fahrt noch durch die einzelnen Weinlagen, begleitet von Familiengeschichte, Erklärungen zu Bodenqualitäten und Rebstöckem, Umweltschutz. Wieder an der Cellar door gelandet probieren wir noch die neuen Jahrgänge zusammen mit Alexandra. Sollten Sie mal in der Gegend sein, lassen Sie sich das kleine saloonartige Gebäude nicht entgehen. Alle Kalleske-Weine sind mindestens sehr gut, wenn nicht sogar außerordentlich.

Wir fahren weiter in Richtung Mittagspause. In unseren Köpfen nicht nur tolle Weine eines durch und durch familiengeführten Weingutes, sondern auch der Charme und die Eleganz von „Marketingchef“ Wilbur …wieder einer dieser besonderen Weingutsmitarbeiter ;-)

Im Ganzen wurden wir hier noch einmal bestätigt, daß wir hier ein ganz tolles Weingut haben, bei dem einfach alles stimmt.

 

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Nach einem schnellem Lunch geht es weiter (und der Kontrast könnte nicht größer sein) zur Penfolds cellar door in Nuri. Das tasting war dann aber überraschend persönlich und kurzweilig. Als kleines Schmankerl wurde noch der Yattarna 2009 aus dem Kühlschrank gezaubert. Wow.

Und weiter im Fahrplan,naja, eher unangemeldet und spontan noch kurz zu Rolf Blinder, den wir leider nicht persönlich sehen, da er gerade in Asien unterwegs ist. Auch wieder nur gute Weine und schlichtweg exzellente. Das haben wir natürlich auch nicht anders erwartet von Rolf. Sowohl Veritas als auch Magpie Estate gibt es hier. Auch uneingeschränkt zu empfehlen. Und klasse hausgemachte Sachen wie einen gemein guten Soy Chili Balsamic Vinegar.

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Um sechs sitzen wir erschöpft im Tanunda Hotel und essen unseren hausgemachten Beete-Burger und verkosten ein Summer Ale. Unser letzter Tag im Barossa geht zu Ende und morgen fahren wir dann weiter gen Süden.

Cheers,
Jeanine & Christina

PS: Hier nochmal Wilbur in action :-)

App

 

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Barons of the Barossa

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by on in Apell On Tour


Hallo vom nächsten modernen Stützpunkt der Föderation!

Wir sind mittlerweile schon „chez Gilligans“ im McLaren Vale, mit vollem WLan und in bester Gesellschaft, nämlich bei Freunden. Aber nochmals ein Blick zurück ins Barossa – denn auch dort haben wir einiges noch probiert und gesehen, wenn auch strictly offline ;-)

Zunächst einer unserer Lieblingstermine: Dutschke.

 

Bei Wayne ist es neben einem hochklassigen Tasting auch ein bißchen wie ein Ausflug auf den Abenteuerspielplatz, gemischt mit Exkursen in die Bereiche der Fortifieds. Das Anwesen wird immer hübscher, und Brendas guter Geschmack, der sich überall in den kleinen Details zeigt, schadet auch nichts.

Überall gibt es etwas zu entdecken. Einmal den Shed mit Tastingecke und Weinfasslager, dann den Extra-Shed für die Tawnies, die Soleras, die ganzen Fässer, auch die Bourbon/Whiskyfässer – zu erkennen an der unvermeidlichn Leckage (another angels´ share).

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Dann natürlich die Tiere, Hunde und Lamas, außerdem das alte Wasserreservoir, das die Dutschkes gekauft haben und demnächst zu einem Tasting Cellar umbauen könnten… Ideen gibt es hier genug, und superbe Weine sowieso!

Mit dem Glitz geht es los, dann probieren wir den ursprünglichen „Grundwein“, den Block 86 Chardonnay, und gehen dann die Phalanx der Roten an. Der 80  Block  Merlot gefällt uns wieder ausnehmend gut (13 und 14). Auch der God´s Hill Road überzeugt auf ganzer Linie, ebenso der St. Jakobi. Es ist nichts dabei, was uns nicht gefiele.  Auch die neue, etwas veränderte Ausstattung passt, sie kommt dann mit den neuen Jahrgängen früher oder später in Deutschland an.

 

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Wir schnacken noch eine ganze Weile über die Entwicklung des australischen Weines, über Stilfragen, Natural Wines, Orange Wines, Pet Nats, Kupfer und Screwcaps, Korken…und natürlich fragen wir nach gemeinsamen Bekannten. Dann überlegen wir noch, ob Wayne wieder nach München kommt zur Forum Vini…mittlerweile haben wir uns ordentlich festgequatscht, und dann kommen schon die Kinder mit dem eingewickelten Geburtstagsgeschenk für einen Freund, zu dessen Party es jetzt geht. Wir sind zwar eingeladen, lehnen aber dankend ab und erwägen noch kurz die Trivia Night im Tanunda Clubhouse aufzumischen, verschieben den sicheren Sieg (haha, kleiner Scherz) dann aber auf das nächste Mal und gehen früh zu Bett.

Vorher noch ein Scorcher Ale und ein handgemachter Burger mit Rote Beete, Ananas und Ei im Tanunda Hotel Barroom.
Bis zum nächsten Morgen, dann bei den Kalleskes!

Cheers,

Jeanine & Christina

 

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Der frühe Vogel

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by on in Apell On Tour


Margaret River verabschiedete sich stilvoll mit einem Regenbogen von uns. Unser letzter Abend in Perth wird kurz wie die Nachtruhe, denn um 4 Uhr früh müssen wir zum Airport.

Am Flugahfen Perth durften wir dann noch die unzähligen Minenangestellten in ihren high-vis Klamotten bestaunen, die wieder mit dem Flieger zur Arbeit starten. Sie sind ein Teil der Erklärung für die Preise in dieser Gegend, denn sie bringen mehr als nur gute Gehälter nach Hause. Dann gibt es noch die vielen Touristen und Surfer.

 

 

 

Wir fliegen nun mit zackigem Rückenwind in Rekordzeit nach Adelaide, wo wir gegen halb 11 Uhr früh landen, unser Auto abholen und uns etwas irritiert umsehen – man sieht kaum was…ist das Smog? Nein, kann nicht sein, Nebel  auch nicht, aber ein Zwielicht liegt über der Landschaft, es weht ordentlich und ab und zu fegen Wolken hin und her.2016-04-27-12-42-52

Es ist der „top soil“, die Überbleibesel der schweren Buschfeuer, die letztes Jahr im November unglaubliche Mengen Land verschlungen haben, das Feuer war durch den Wind 87 km/Std schnell. Die ganze Asche hat sich verteilt, wird aber bei viel Wind immer noch aufgewirbelt und wirkt wie ein nebliger Sandsturm. Die Fahrt ist ein bißchen bedrückend, zumal wir in Margaret River durch eine Gegend gefahren waren, in der wir eine Schneise der Verwüstung sahen, lauter ausgebrannte Häuser und schwarze Baumstümpfe, ausgebrannte Autos, verlassene Grundstücke. Man kann den Horror gar nicht ermessen, aber das wenige, was man sieht, bewegt.
In Tanunda richten wir uns in unserem kleinen Appartement ein und kündigen uns bei Wayne und Brenda (Dutschke) an. Schon während des Telefonats über unser W-Lan merken wir, daß wir es hier mit der Steinzeitversion der Internetverbindungsgeschwindigkeit zu tun haben…

Das sollte sich als berechtigte Vorahnung erweisen, es reichte noch nicht mal dafür unsere beiden Bilder von der „MSS Barossa“ hochzuladen, weshalb dieser Text hier dann noch schnell über das Handy abgesetzt wird, bevor wir uns vertagen und versprechen, uns vom nächsten modernen Stützpunkt der Föderation aus nochmals zu melden.
Captain Kirk over.
Cheers,

 

Das Barossa-Bodenpersonal

 

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Little Poppet

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by on in Apell On Tour

So fing es alles an, das Abenteuer von Little Poppet…
Es war einmal ein Weisswein namens Little Poppet, den wir in einem Bottle-Shop in Margaret River entdeckten und mit uns nach Hause nahmen. Wir hegten und pflegten das kleine Poppet über ein, zwei Tage … und waren sehr angetan von dem Charakterkopf, nur wo kam es her?

Ok, los ging die Recherche, Internet angeschmissen (es geht ja mittlerweile) und das Weingut Walsh&Sons gesucht. Das Ergebnis war leider „website under construction for further information please contact …“

 

 

 

Na gut, E-,mail formuliert wer wir sind und daß wir little Poppet gefunden haben und und … Wir waren gespannt, ob unsere Flaschenpost an Ryan Walsh ankommt.

Nur ein paar Stunden später dann die Antwort: Sehr gerne, ich bin allerdings nicht in WA, aber meine Frau Freya wird euch unser kleines Sortiment gerne vorstellen.“ Der Termin wurde fix per sms festgeklopft, Treffpunkt McHenry Hohnen (sie ist die Tochter des Hauses) cellar door! Sie schrieb, sie wäre dann unter den Besuchern die einzige Frau mittleren Alters, also leicht zu erkennen. Und auf einmal war es dann wie in einem Agentenfilm – Mission Impossible bzw. wo ist Poppet? (Wir fragten uns außerdem: was meint sie mit mittlerem Alter?)

Wir waren zu früh am vereinbarten Treffpunkt und auch noch die ältesten unter den Kunden… dann ging die Tür auf und eine sympathische junge :-) Frau unseren :-) Alters kam auf uns zu und stellte sich als Freya Hohnen vor… soviel zu mittlerenm Alter, alles eine Frage der Perspektive ;-)

Noch immer nicht am Ziel, ging es weiter mit dem Auto ins neue Haus von Ryan und Freya. Mission completed, wir waren bei Little Poppet und seinen roten Kumpels zuhause.

Wieder einmal eins dieser sehr unkomplizierten Tastings in der Küche, dabei mit Weinen auf hohem Niveau. Freya ist auch Önologin und gab uns einen Einblick in das kleine Familienprojekt. Warum sie sich z.B. mit Walsh & Sons, obwohl sie biodynamisch arbeiten, nicht zertifizieren lassen.2016-04-19-19-22-492016-04-24-15-54-24

Ihr Schwiegervater war durch den Kontakt mit Pestiziden in der konventionellen Landwirtschaft an Krebs erkrankt und bewirtschaftet seitdem den Familienwingert biodynamisch. Die Zertifizierung ist zu viel Papierkram für ein Nebenprojekt, denn beide arbeiten fulltime in anderen Weingütern. Aber von der Sache her werden keinerlei Kompromisse gemacht. Auch werden bis auf die Einstiegsweine alle unter Kork abgefüllt, damit man möglichst um Kupfer herumkommt. Allerdings leistet man sich die allerbesten Korken, die es für Geld zu kaufen gibt. Die Weine sind wunderschön, weich, sortentypisch und harmonisch. Der „Felix“ Syrah hat es uns besonders angetan, da er mittlere Stoffigkeit mit kashmirartiger Weichheit verbindet, ohne igendwie konstruiert zu wirken. Diese Leichtigkeit in dieser Liga, dieser pure Ausdruck eines Weinberges, mit maßgeschneidertem Holz, das den Wein nicht verfälscht, ist schön. Den Wein kann man über die nächsten 8 bis 10 Jahre von heute an genießen, so gut ist er schon jung.

Dafür, das der Tag wieder einmal mit Problemen beim Hochladen des Blogs gestartet war, wir uns dann noch dreimal den Satz: „Sorry, wir sind leider komplett ausgebucht!“ anhören mußten beim Versuch, einen Tisch im Restaurant zum Lunch(!)* zu bekommen, war die Küchenprobe mehr als ein kleiner Lichtblick. Jetzt gibt es im Anschluß selbsgekochte Pasta zuhause mit einem der besten Syrahs, die wir hier probieren durften: dem Felix 2015.

Cheers!
Jeanine & Little Christina

* Trotz der sich in Feiertagslaune senkrecht stapelnden Touristen brauchten wir etwas zum Mittag, und was lag anhand der vollen Gegend näher, als das mit der Craftbeer-Recherche zu verbinden? So probierten wir uns im Cheeky Monkey durch die Auswahl und stellten fest, daß "Selbstbedienungs"-Monkey Pizza und -Caesar´s Salad auch zu Bier passen ;-)

 

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To Denmark!

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Heute war ein toller Tag. Wir sind fast 5 Stunden über gewundene Straßen durch verwunschene Wälder mit gigantisch hohen Bäumen gefahren, bis wir in Denmark (Region Great Southern) ankamen. Und Great ist nicht übertrieben. Hätten wir besser eine Übernachtung eingeplant…wir mußten gegen vier leider wieder zurück. Aber es hat sich gelohnt, allein für diese Weine.

 

 


Der Grund unserer Fahrt waren die Weine von Andrew Hoadley. Unter dem Lebel „La Violetta“ macht er seine eigenen Weine, so weit ist das noch nichts Besonderes. Aber die Weine haben uns schlichtweg fasziniert. Und zwar immer mehr, je länger wir hier waren, d.h. je öfter wir auf den Weinkarten den Namen sahen und dachten: o ja, den kenn ich noch nicht, ist aber bestimmt gut.“ Dieses Vertrauen wurde stärker, je öfter wir mit anderen Namen falsch lagen.
Je mehr wir über die Gegend lernten, je mehr wir verkosteten, umso mehr schienen uns die La Violetta Weine zusammen mit einigen anderen (Walsh & Sons, Dormilona, Brave New Wines, Larry Cherubino) die wahren Stars zu sein. Man mag die La Violetta Sachen gern trinken, sie sind aus einem Guss, nicht „drüber“, nicht „gemacht“, aber sie haben einen Stilwillen, der von Fleiß, Genauigkeit und Kreativität spricht, dabei ohne jede Affektiertheit. Sie sind schon hochintelligent nicht-gemacht, denn: je weniger „Intervention“, Schönung und Filtration, desto mehr Sorgfalt und Qualität des Lesegutes sind vonnöten.

Dabei verdanken sie im Falle von La Violetta ihre Existenz auch der Persönlichkeit des Winzers ( ja, so ist das immer wieder). Seine Sorgfalt und Integrität werden nur noch von jeder Menge Schalk übertroffen und werden mit seiner Zugänglichkeit zu einem liebenswerten Ganzen. Menschen wie ihm geben die Traubenanbauer hier ihre bestenTrauben. Warum? Er hats drauf und ist dabei noch sympatisch. Zunächst zurückhaltend, taut er immer mehr auf und denkt einfach laut, wenn er was zu seinen Weinen sagt. Er verkauft nicht, er läßt einen teilhaben an dem Weg, der zu genau diesem Wein führte. Glaubhaft bescheiden, ohne sein Licht unter den Scheffel zu stellen. Auf Aussenwirkung verschwendet der Mann null Prozent seiner beachtlichen Kapazitäten, was das Ganze wiederum so entspannt macht. Und nett.2016-04-23-10-07-462016-04-23-12-15-17

Die Namen sind natürlich auch so eine Sache. Alles, was nach forciertem Marketig riecht, schreckt uns eigentlich ab. Witzig, wie sich das bei entsprechender Qualität umkehrt!

Sogar der Orange Wine, der den Namen „ü“ trägt…ist der erste, der uns hier richtig gut schmeckt. Auf Gewürztraminerschalen fermentiert, 7 Monate auf den Hefen, cofermentierter Riesling mit Gewürztraminer, (whole bunch pressed straight into old oak, settled over night without chilling, then was racked into 4th use Vosges barrels, retaining some juice solids) – tolle Aprikose, Cantaloupe, Rosenblätter, Zitrusfrüchte. Am Gaumen verhält er sich fast wie ein Süßwein (hat aber keinen Zucker), sehr weich, später zum Weichkäse der schon antizipierte Genuss. Ganz kurz denken wir an Ronny´s trockenen Gewürz aus Sachsen und an die WeinKulturBar in Dresden, an die wir beim „Sakrileg“ schon dachten – und senden mal eben Grüße an die Nitzsches.

Das Sakrileg ist übrigens wild im Fass fermentiert, unfiltered und unfined und toller Stoff, der andere Weiße, der Yéh-Yéh Blanc hat ein florales Bouquet durch den Gewürztraminer, besteht aber daneben noch aus ordentlich frischem Riesling, Viognier und Vermentino. Trinkt sich toll und ist kein bißchen breit. Alle Weine von Andrew sind irgendwie fein und geradlinig, dabei unangestrengt und gut zu trinken. La Ciorna und Sfogliato, tolle Rote – ach, so kann Mount Barker schmecken? Wir dachten an Rhône & Roll. Beste Trauben, aber ohne chichi oder eben yéh-yéh. Chapeau!

Gern würden wir bleiben und mit ihm und seiner Frau noch einen trinken. Aber wir müssen los. Kurz noch zum Export nach Deutschland. Von Anfang an deutete er an, daß er nicht genug hat, um zu exportieren.2016-04-23-12-15-07
Aber ein paar Flaschen vielleicht. Ja.
Das passt, wir sind ja bescheiden, und in Deutschland sind diese Weine unbekannt und im Preissegment oberhalb von „das kauf ich mal mit“ angesiedelt. Im Gegensatz zu Australien, wo er nur „gib mir mehr“ zu hören bekommt, werden wir eventuell diese Weine über einige Zeit verkaufen.

Hauptsache, wir bleiben in Kontakt und wir können zumindest einigen Schatzsuchern ein wenig „Yéh-Yéh“ mitbringen. Und seine Frau Hannah, die wir auch noch kurz kennenlernen dürfen, ist gebürtige Bonnerin, womit wir einen klitzekleinen Trumph im Ärmel haben, denn in der alten Heimat darf es den Wein schon geben. Wir hoffen, sie kommen demnächst mal zusammen nach Deutschland, dann würden wir uns gern mit einer Einladung revanchieren.

Cheers!

Jeanine & Christina

 

 

 

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Moss Wood: eine Klasse für sich

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Um zwei Uhr hieß es: Wo finden wir Cathy von Moss Wood. Wir hatten es pünktlich auf den Weingutsparkplatz geschafft, aber wo ist die Verwaltung, ein Büro? Wir haben ja schon so einige Weingutsauftritte erlebt, von Einfamilienhaus mit Garagenwinery bis hin zum großen Anwesen, aber bei Moss Wood war alles mal wieder überraschend anders.

Inszeniert ist es hier überhaupt nicht, aber es geht hier ja um Wein. Das Firmenschild an der Einfahrt macht am dem Weingutsnamen alle Ehre: etwas verwittert und unscheinbar. Wir sind erst vorbei gefahren und waren etwas unsicher, ob wir richtig sind.

Doch wir waren richtig, nämlich endlich mal wieder auf einem Weingut ohne repräsentative Gebäude. Zwei größere Gebäude für die Produktion (Edelstahltanks, Barriques, Faßlager etc.), ein kleines für die Verwaltung (etwas versteckt) und keine Cellar Door. Hier ist alles auf das Wesentliche reduziert, unkompliziert, authentisch und im Mittelpunkt steht der Wein.

Busladungen braucht man hier nicht, die „Members“ kommen angemeldet vorbei, aber rausgeworfen wird hier auch keiner – man kann notfalls auch ganz unkompliziert Clubmitglied werden. Auf das Mitnehmen der zahlreichen Touristen hat man hier aber auch keine Lust, es ist ein kleiner Betrieb, und es ist viel zu tun trotz der relativ übersichtlichen 11,7 Hektar am Weingut plus 3,6 in der Ribbonvale-Lage etwas weiter die Straße runter.

Dennoch beherrscht man alle Verkaufstricks, ich sage nur entzückender, sich räkelnder Bürokater namens Ricky auf dem Schreibtisch, so fing es an :-). Da bekommt Dutschkes Lama Booboo Konkurrenz.

Wir haben Cathy natürlich gefunden und los ging’s mit dem Blick hinter die Kulissen und einem u2016-04-22-14-23-52mfangreichen tasting. Der assistant winemaker war noch da, und so kamen nicht nur die bereits gefüllten Jahrgänge ins Glas, sondern auch weiße und rote Faßproben.

Das Weingut gibt es seit 1973, es ist aber alles andere als vermoost. Es entpuppte sich als sleeping beauty in der illusteren Nachbarschaft von Vasse Felix und Cullen.

Apropos sleeping…es ist im Nu schon wieder vier Uhr, hier klappen viele schon die Bürgersteige hoch, ein langes Wochenende mit ANZAC Day am Montag steht an, und wir haben Hunger.

Wir fahren auf den Tipp von Cathy nach Dunsborough hinein, und sie hatte recht, das Occy´s – eine Brauerei – ist genau der richtige Platz, um (für mich) mit einem alkoholfreien Ginger Beer und (für Jeanine) mit einem Buck Shot IPA das frühe Dinner einzuläuten.
Asian Beef Salad mit Cilantro, Angus Beef und Ingwervinaigrette ist unsere Wahl.
Dann zurück nach Busselton, endlich raus aus dem Auto. Wir setzen noch schnell einen Brotteig an, damit wir morgen früh ein „akzeptables“ Sandwich für die Fahrt nach Denmark haben.2016-04-22-16-34-23

Mittlerweile haben wir die Bilder durchgesehen, alles hochgeladen und noch einige Postkarten geschrieben, das Brot ist im Ofen, und wir verabschieden uns fürs Erste.
Das Meer rauscht laut, das Bett ruft.
Morgen früh um 7 geht es gen Denmark, es liegen ca. 4 Std. Fahrt vor uns.

Cheers and good night,
Christina & Jeanine

 

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Jenseits von Australien…

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Leewin Estate liegt etwas südlich von Margaret River versteckt in die Landschaft drapiert. Unsere Erwartungen waren groß, denn es ging zu einem Estate und nicht zu einer schnöden winery ;-)  Die Weine sind für uns keine Unbekannten und der Ruf, den die Leeuwin Art Series weltweit genießt, eilte dem Tasting voraus. Die gewundene Auffart zum Anwesen mutet an, als ob wir (wenn es nicht in England läge) gen Blenheim Palace durch den Park führen, nur bleibt Gott sei Dank das bombastische Bauwerk aus. Stattdessen fügt sich eine Art Lodge harmonisch in die zwischen Dunkelgrün und Grau changierende Landschaft ein, die an „Out of Africa“ erinnert, nur mit Restaurant auf den Terrassen und mit einer Open Air Bühne im „Vorgarten“ als einzige Extravaganzen. Na gut, es gibt noch eine zweite im Keller, aber dazu später.

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Unser Plan heute: Weißwein, Rotwein und Kunst. Daraus wurde dann allerdings Weißwein, dann Kunst, Rundgang durch die Winery inklusive Faßlager und ganz zum Schluss erst die Rotweine.

Kunst spielt bei Leeuwin Estate eine große Rolle. Gerne fällt der Vergleich „Mouton Rothschild“, denn auch Leeuwin arbeitet für die Gestaltung der Etiketten seit Jahrzehnten mit Künstlern zusammen. Eine umfangreiche Sammlung der Originale befindet sich in einer eigens dafür angelegten Galerie im Keller, die bereits erwähnte weitere Überraschung.
Leeuwin Art Gallery
Leeuwin Estate Art

Die Weine sind jeder für sich klassisch und über jegliche Kritik, abgesehen von Geschmacks- oder Stilpräferenzen, erhaben. Für deutsche Verhältnisse sind die Preise allerdings happig, aber das ist hier bei allen so, und Leeuwin hat noch den Namen dazu. Dennoch ist es irgendwie komisch, daß es hier weit und breit keinen Wein, nicht mal einen Weißen, unter 20 Dollar gibt. Einige Cellar Doors offerieren extra ein Sparpaket mit extra Zweitweinen für die Besucher, diese fangen dann bei 17.95 an. Ein Weingut gab es wohl, daß Weine für 5 Dollar anbot, wie uns der entsetzte Mitarbeiter von Happs verriet, aber das war wohl nur eine kurze Marketing-Eskapade. Egal, der weiße Flight ist schon beeindruckend, selbst der Riesling (selbstverständlich aus der Art Series) schmeckt tadellos, sogar für unsere verwöhnten deutschen Gaumen. Er ist einfach klar und frisch. Paul Atwood, der Chefwinzer, verrät uns später, daß dieser Wein der meistverkaufte an der Cellar Door ist. Bei uns wären 22.50 $ aber Erste Lage / fast schon GG Liga, und das für einen Wein, den man in den ersten zwei Jahren fröhlich wegtrinken soll und auch kann.


Zum Essen können wir uns den Wein auch lebhaft vorstellen – und so geht es wohl vielen, weshalb Leeuwin hier tätig geworden ist:
Leeuwin bietet im Restaurant einen Flight von kleinen Köstlichkeiten wie freshly chucked Oysters, Kingfish, Abalone und chacuterie, die jeweils mit einer Probe eines der edlen Tropfen des Hauses gepaart werden. Der ganze Flight ist mit 39 $ für dieses Gegend ein echtes Schnäppchen. Da auch unsere Mägen einen Happen hätten vertragen können, waren wir natürlich interessiert, aber dazu kam es leider nicht, denn ein Abstecher in Richtung Küste stand noch auf dem Plan.
Der Art Series Chardonnay und der Art Series Cabernet sind wie zu erwarten die Highlights des Tastings (neben einem zum Teil fassfermentierten Sauvignon Blanc für 65 $, der ausschließlich an der Cellar Door erhältlich ist und der einfach ein Gaumenchmaus ist mit viel Vanille; ohne breit zu werden, erinnert er an einen jungen Pessac-Léognan aus einem großen Jahr).
Beide repräsentieren den klassischen Leeuwin-Stil, d.h. sie bleiben bei aller Vollmundigkeit und Frucht immer einen Schritt auf der zurückgenommenen Seite und folgen damit dem Handbuch der Eleganz. Hierbei verleugnen sie ihr Australischsein nicht, kommen aber speziell beim Cabernet definitiv in Richtung Premier Cru Bordeaux. Dafür sind dann $67 nicht zu viel, besonders in England haben sie eine solide Fanbase, die schonmal ein Drittel der Produktion wegtrinkt. Der Chardonnay ist mit 93$ ab Weingut schon etwas hochpreisiger, selbst für hiesige Verhältnisse, aber er ist einer der Lieblinge der Australier, auf den sie sehr stolz sind, und das mit Recht. Auch in der gehobenen Gastronomie sieht man ihn quer durch Europa.
Dieser Termin bei einem der Stars der Region war schon ein besonderer, vergleichbar dann nur noch mit Moss Wood und Cullen, die wir morgen sehen werden.2016-04-21-16-53-42


So, wir machten uns nun auf nach Gnarabup, um dort kurz nach Toreschluss am White Elephant Café zwar den späten Lunch zu verpassen, aber dafür einen tollen beginnenden Sonnenuntergang zu genießen. Hier wird schlagartig klar, wieso die Gegend als „Surfer´s Paradise“ gilt.
Von der Seeluft noch hungriger geworden, stärken wir uns zurück in Busselton mit einem Marokkanischen Salat und zwei kleinen Baos in der Firestation Bar, probieren zuhause noch kurz die Flights von gestern und den Tagen davor durch, sortieren die Weine aus, die mittlerweile „durch“ sind, fragen noch bei ein paar „jungen“ Winzern kurz per mail , die uns hier aufgefallen waren, nach, ob wir sie treffen können und fallen danach wie erschossen um halb zehn ins Bett.

Heute morgen haben wir von allen schon eine Antwort, und unterm Strich heißt das, daß wir morgen früh um 7 losfahren nach Denmark, um Andrew von La Violetta zu treffen, deren Weine es uns hier zienlich angetan haben. Jedesmal, wenn wir einen bestellt haben, war er gut. Ich muß gestehen, daß mich zunächst das Etikett vom „Yéh-Yéh“ bewog, den Wein zu probieren, also die pure Eitelkeit, denn Christinas Partnerin nennt mich schon ewig Jeh-Jeh und ich fühlte mich quasi direkt angesprochen…

Aber mehr dazu morgen, denn jetzt müssen wir zu Moss Wood, dem nächsten großen Namen – wir sind gespannt.
Sollte es dort W-Lan geben, werden wir wieder direkt auf Instagram von uns sehen lassen.

Cheers,
Jeanine & Christina

PS: Als wir ankamen in unserem Appartement, zog morgens ganz gemütlich eine Schule richtig großer Delphine vorbei. Wir waren so hin und weg, daß wir kein Photo gemacht haben. Wir haben nur wie gebannt den auf- und abtauchenden Rücken nachgeschaut und dämlich gegrinst.

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