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Little Poppet

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So fing es alles an, das Abenteuer von Little Poppet…
Es war einmal ein Weisswein namens Little Poppet, den wir in einem Bottle-Shop in Margaret River entdeckten und mit uns nach Hause nahmen. Wir hegten und pflegten das kleine Poppet über ein, zwei Tage … und waren sehr angetan von dem Charakterkopf, nur wo kam es her?

Ok, los ging die Recherche, Internet angeschmissen (es geht ja mittlerweile) und das Weingut Walsh&Sons gesucht. Das Ergebnis war leider „website under construction for further information please contact …“

 

 

 

Na gut, E-,mail formuliert wer wir sind und daß wir little Poppet gefunden haben und und … Wir waren gespannt, ob unsere Flaschenpost an Ryan Walsh ankommt.

Nur ein paar Stunden später dann die Antwort: Sehr gerne, ich bin allerdings nicht in WA, aber meine Frau Freya wird euch unser kleines Sortiment gerne vorstellen.“ Der Termin wurde fix per sms festgeklopft, Treffpunkt McHenry Hohnen (sie ist die Tochter des Hauses) cellar door! Sie schrieb, sie wäre dann unter den Besuchern die einzige Frau mittleren Alters, also leicht zu erkennen. Und auf einmal war es dann wie in einem Agentenfilm – Mission Impossible bzw. wo ist Poppet? (Wir fragten uns außerdem: was meint sie mit mittlerem Alter?)

Wir waren zu früh am vereinbarten Treffpunkt und auch noch die ältesten unter den Kunden… dann ging die Tür auf und eine sympathische junge :-) Frau unseren :-) Alters kam auf uns zu und stellte sich als Freya Hohnen vor… soviel zu mittlerenm Alter, alles eine Frage der Perspektive ;-)

Noch immer nicht am Ziel, ging es weiter mit dem Auto ins neue Haus von Ryan und Freya. Mission completed, wir waren bei Little Poppet und seinen roten Kumpels zuhause.

Wieder einmal eins dieser sehr unkomplizierten Tastings in der Küche, dabei mit Weinen auf hohem Niveau. Freya ist auch Önologin und gab uns einen Einblick in das kleine Familienprojekt. Warum sie sich z.B. mit Walsh & Sons, obwohl sie biodynamisch arbeiten, nicht zertifizieren lassen.2016-04-19-19-22-492016-04-24-15-54-24

Ihr Schwiegervater war durch den Kontakt mit Pestiziden in der konventionellen Landwirtschaft an Krebs erkrankt und bewirtschaftet seitdem den Familienwingert biodynamisch. Die Zertifizierung ist zu viel Papierkram für ein Nebenprojekt, denn beide arbeiten fulltime in anderen Weingütern. Aber von der Sache her werden keinerlei Kompromisse gemacht. Auch werden bis auf die Einstiegsweine alle unter Kork abgefüllt, damit man möglichst um Kupfer herumkommt. Allerdings leistet man sich die allerbesten Korken, die es für Geld zu kaufen gibt. Die Weine sind wunderschön, weich, sortentypisch und harmonisch. Der „Felix“ Syrah hat es uns besonders angetan, da er mittlere Stoffigkeit mit kashmirartiger Weichheit verbindet, ohne igendwie konstruiert zu wirken. Diese Leichtigkeit in dieser Liga, dieser pure Ausdruck eines Weinberges, mit maßgeschneidertem Holz, das den Wein nicht verfälscht, ist schön. Den Wein kann man über die nächsten 8 bis 10 Jahre von heute an genießen, so gut ist er schon jung.

Dafür, das der Tag wieder einmal mit Problemen beim Hochladen des Blogs gestartet war, wir uns dann noch dreimal den Satz: „Sorry, wir sind leider komplett ausgebucht!“ anhören mußten beim Versuch, einen Tisch im Restaurant zum Lunch(!)* zu bekommen, war die Küchenprobe mehr als ein kleiner Lichtblick. Jetzt gibt es im Anschluß selbsgekochte Pasta zuhause mit einem der besten Syrahs, die wir hier probieren durften: dem Felix 2015.

Cheers!
Jeanine & Little Christina

* Trotz der sich in Feiertagslaune senkrecht stapelnden Touristen brauchten wir etwas zum Mittag, und was lag anhand der vollen Gegend näher, als das mit der Craftbeer-Recherche zu verbinden? So probierten wir uns im Cheeky Monkey durch die Auswahl und stellten fest, daß "Selbstbedienungs"-Monkey Pizza und -Caesar´s Salad auch zu Bier passen ;-)

 

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Moss Wood: eine Klasse für sich

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Um zwei Uhr hieß es: Wo finden wir Cathy von Moss Wood. Wir hatten es pünktlich auf den Weingutsparkplatz geschafft, aber wo ist die Verwaltung, ein Büro? Wir haben ja schon so einige Weingutsauftritte erlebt, von Einfamilienhaus mit Garagenwinery bis hin zum großen Anwesen, aber bei Moss Wood war alles mal wieder überraschend anders.

Inszeniert ist es hier überhaupt nicht, aber es geht hier ja um Wein. Das Firmenschild an der Einfahrt macht am dem Weingutsnamen alle Ehre: etwas verwittert und unscheinbar. Wir sind erst vorbei gefahren und waren etwas unsicher, ob wir richtig sind.

Doch wir waren richtig, nämlich endlich mal wieder auf einem Weingut ohne repräsentative Gebäude. Zwei größere Gebäude für die Produktion (Edelstahltanks, Barriques, Faßlager etc.), ein kleines für die Verwaltung (etwas versteckt) und keine Cellar Door. Hier ist alles auf das Wesentliche reduziert, unkompliziert, authentisch und im Mittelpunkt steht der Wein.

Busladungen braucht man hier nicht, die „Members“ kommen angemeldet vorbei, aber rausgeworfen wird hier auch keiner – man kann notfalls auch ganz unkompliziert Clubmitglied werden. Auf das Mitnehmen der zahlreichen Touristen hat man hier aber auch keine Lust, es ist ein kleiner Betrieb, und es ist viel zu tun trotz der relativ übersichtlichen 11,7 Hektar am Weingut plus 3,6 in der Ribbonvale-Lage etwas weiter die Straße runter.

Dennoch beherrscht man alle Verkaufstricks, ich sage nur entzückender, sich räkelnder Bürokater namens Ricky auf dem Schreibtisch, so fing es an :-). Da bekommt Dutschkes Lama Booboo Konkurrenz.

Wir haben Cathy natürlich gefunden und los ging’s mit dem Blick hinter die Kulissen und einem u2016-04-22-14-23-52mfangreichen tasting. Der assistant winemaker war noch da, und so kamen nicht nur die bereits gefüllten Jahrgänge ins Glas, sondern auch weiße und rote Faßproben.

Das Weingut gibt es seit 1973, es ist aber alles andere als vermoost. Es entpuppte sich als sleeping beauty in der illusteren Nachbarschaft von Vasse Felix und Cullen.

Apropos sleeping…es ist im Nu schon wieder vier Uhr, hier klappen viele schon die Bürgersteige hoch, ein langes Wochenende mit ANZAC Day am Montag steht an, und wir haben Hunger.

Wir fahren auf den Tipp von Cathy nach Dunsborough hinein, und sie hatte recht, das Occy´s – eine Brauerei – ist genau der richtige Platz, um (für mich) mit einem alkoholfreien Ginger Beer und (für Jeanine) mit einem Buck Shot IPA das frühe Dinner einzuläuten.
Asian Beef Salad mit Cilantro, Angus Beef und Ingwervinaigrette ist unsere Wahl.
Dann zurück nach Busselton, endlich raus aus dem Auto. Wir setzen noch schnell einen Brotteig an, damit wir morgen früh ein „akzeptables“ Sandwich für die Fahrt nach Denmark haben.2016-04-22-16-34-23

Mittlerweile haben wir die Bilder durchgesehen, alles hochgeladen und noch einige Postkarten geschrieben, das Brot ist im Ofen, und wir verabschieden uns fürs Erste.
Das Meer rauscht laut, das Bett ruft.
Morgen früh um 7 geht es gen Denmark, es liegen ca. 4 Std. Fahrt vor uns.

Cheers and good night,
Christina & Jeanine

 

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Jenseits von Australien…

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Leewin Estate liegt etwas südlich von Margaret River versteckt in die Landschaft drapiert. Unsere Erwartungen waren groß, denn es ging zu einem Estate und nicht zu einer schnöden winery ;-)  Die Weine sind für uns keine Unbekannten und der Ruf, den die Leeuwin Art Series weltweit genießt, eilte dem Tasting voraus. Die gewundene Auffart zum Anwesen mutet an, als ob wir (wenn es nicht in England läge) gen Blenheim Palace durch den Park führen, nur bleibt Gott sei Dank das bombastische Bauwerk aus. Stattdessen fügt sich eine Art Lodge harmonisch in die zwischen Dunkelgrün und Grau changierende Landschaft ein, die an „Out of Africa“ erinnert, nur mit Restaurant auf den Terrassen und mit einer Open Air Bühne im „Vorgarten“ als einzige Extravaganzen. Na gut, es gibt noch eine zweite im Keller, aber dazu später.

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Unser Plan heute: Weißwein, Rotwein und Kunst. Daraus wurde dann allerdings Weißwein, dann Kunst, Rundgang durch die Winery inklusive Faßlager und ganz zum Schluss erst die Rotweine.

Kunst spielt bei Leeuwin Estate eine große Rolle. Gerne fällt der Vergleich „Mouton Rothschild“, denn auch Leeuwin arbeitet für die Gestaltung der Etiketten seit Jahrzehnten mit Künstlern zusammen. Eine umfangreiche Sammlung der Originale befindet sich in einer eigens dafür angelegten Galerie im Keller, die bereits erwähnte weitere Überraschung.
Leeuwin Art Gallery
Leeuwin Estate Art

Die Weine sind jeder für sich klassisch und über jegliche Kritik, abgesehen von Geschmacks- oder Stilpräferenzen, erhaben. Für deutsche Verhältnisse sind die Preise allerdings happig, aber das ist hier bei allen so, und Leeuwin hat noch den Namen dazu. Dennoch ist es irgendwie komisch, daß es hier weit und breit keinen Wein, nicht mal einen Weißen, unter 20 Dollar gibt. Einige Cellar Doors offerieren extra ein Sparpaket mit extra Zweitweinen für die Besucher, diese fangen dann bei 17.95 an. Ein Weingut gab es wohl, daß Weine für 5 Dollar anbot, wie uns der entsetzte Mitarbeiter von Happs verriet, aber das war wohl nur eine kurze Marketing-Eskapade. Egal, der weiße Flight ist schon beeindruckend, selbst der Riesling (selbstverständlich aus der Art Series) schmeckt tadellos, sogar für unsere verwöhnten deutschen Gaumen. Er ist einfach klar und frisch. Paul Atwood, der Chefwinzer, verrät uns später, daß dieser Wein der meistverkaufte an der Cellar Door ist. Bei uns wären 22.50 $ aber Erste Lage / fast schon GG Liga, und das für einen Wein, den man in den ersten zwei Jahren fröhlich wegtrinken soll und auch kann.


Zum Essen können wir uns den Wein auch lebhaft vorstellen – und so geht es wohl vielen, weshalb Leeuwin hier tätig geworden ist:
Leeuwin bietet im Restaurant einen Flight von kleinen Köstlichkeiten wie freshly chucked Oysters, Kingfish, Abalone und chacuterie, die jeweils mit einer Probe eines der edlen Tropfen des Hauses gepaart werden. Der ganze Flight ist mit 39 $ für dieses Gegend ein echtes Schnäppchen. Da auch unsere Mägen einen Happen hätten vertragen können, waren wir natürlich interessiert, aber dazu kam es leider nicht, denn ein Abstecher in Richtung Küste stand noch auf dem Plan.
Der Art Series Chardonnay und der Art Series Cabernet sind wie zu erwarten die Highlights des Tastings (neben einem zum Teil fassfermentierten Sauvignon Blanc für 65 $, der ausschließlich an der Cellar Door erhältlich ist und der einfach ein Gaumenchmaus ist mit viel Vanille; ohne breit zu werden, erinnert er an einen jungen Pessac-Léognan aus einem großen Jahr).
Beide repräsentieren den klassischen Leeuwin-Stil, d.h. sie bleiben bei aller Vollmundigkeit und Frucht immer einen Schritt auf der zurückgenommenen Seite und folgen damit dem Handbuch der Eleganz. Hierbei verleugnen sie ihr Australischsein nicht, kommen aber speziell beim Cabernet definitiv in Richtung Premier Cru Bordeaux. Dafür sind dann $67 nicht zu viel, besonders in England haben sie eine solide Fanbase, die schonmal ein Drittel der Produktion wegtrinkt. Der Chardonnay ist mit 93$ ab Weingut schon etwas hochpreisiger, selbst für hiesige Verhältnisse, aber er ist einer der Lieblinge der Australier, auf den sie sehr stolz sind, und das mit Recht. Auch in der gehobenen Gastronomie sieht man ihn quer durch Europa.
Dieser Termin bei einem der Stars der Region war schon ein besonderer, vergleichbar dann nur noch mit Moss Wood und Cullen, die wir morgen sehen werden.2016-04-21-16-53-42


So, wir machten uns nun auf nach Gnarabup, um dort kurz nach Toreschluss am White Elephant Café zwar den späten Lunch zu verpassen, aber dafür einen tollen beginnenden Sonnenuntergang zu genießen. Hier wird schlagartig klar, wieso die Gegend als „Surfer´s Paradise“ gilt.
Von der Seeluft noch hungriger geworden, stärken wir uns zurück in Busselton mit einem Marokkanischen Salat und zwei kleinen Baos in der Firestation Bar, probieren zuhause noch kurz die Flights von gestern und den Tagen davor durch, sortieren die Weine aus, die mittlerweile „durch“ sind, fragen noch bei ein paar „jungen“ Winzern kurz per mail , die uns hier aufgefallen waren, nach, ob wir sie treffen können und fallen danach wie erschossen um halb zehn ins Bett.

Heute morgen haben wir von allen schon eine Antwort, und unterm Strich heißt das, daß wir morgen früh um 7 losfahren nach Denmark, um Andrew von La Violetta zu treffen, deren Weine es uns hier zienlich angetan haben. Jedesmal, wenn wir einen bestellt haben, war er gut. Ich muß gestehen, daß mich zunächst das Etikett vom „Yéh-Yéh“ bewog, den Wein zu probieren, also die pure Eitelkeit, denn Christinas Partnerin nennt mich schon ewig Jeh-Jeh und ich fühlte mich quasi direkt angesprochen…

Aber mehr dazu morgen, denn jetzt müssen wir zu Moss Wood, dem nächsten großen Namen – wir sind gespannt.
Sollte es dort W-Lan geben, werden wir wieder direkt auf Instagram von uns sehen lassen.

Cheers,
Jeanine & Christina

PS: Als wir ankamen in unserem Appartement, zog morgens ganz gemütlich eine Schule richtig großer Delphine vorbei. Wir waren so hin und weg, daß wir kein Photo gemacht haben. Wir haben nur wie gebannt den auf- und abtauchenden Rücken nachgeschaut und dämlich gegrinst.

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Gestrandet ohne Internet

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Eigentlich fing der Tag gut an – wir sind mit dem Bus zum Terminal gefahren, um das Auto abzuholen und haben uns dank der guten Streckenempfehlung von Europcar’s Karen auf einer relativ ruhigen Strecke aus der Stadt auf den Weg nach Broadwater bei Busselton gemacht, wo unser Appartement für die Woche liegt.

Unterwegs gab es nach der immer wieder ein wenig aufregenden ersten Umgewöhnung an den Linksverkehr dann die erste Müdigkeit, gegen die eine Pause mit einem kleinen Lunch hilft. An die Stelle der Deutschen Autobahnrasten tritt hier ein kleines Öko-Outlet mit Produkten aus dem eigenen Garten/Farm. Dennoch blieben es Burger, aber sehr leckere. Fisch für Christina, Wagyu für mich. Und mit einer extra Überraschung – beim Abbeissen trifft mich ein stechender kurzer Schmerz an der Lippe, ich denke zunächst an ein Tier, aber im Burger ist nichts. Nessel im Salat? Sieht alles normal aus. Die Kellnerin, der ich die kleine schnittartige und leicht angeschwollene Stelle zeige, vermutet eine Fliegenart, die einen kurz beisst und wehtut, als ob man ein Streichholz an der Stelle entzündet hätte. Ich bin beruhigt und esse erstmal auf.

Dann geht es weiter on the road. Nach kurzem Suchen endlich am Appartement. Es ist wunderschön und direkt am Strand. Das ausgelobte W-Lan jedoch fehlt…

Unser Gastgeber meinte wohl die Option, sich für 6 Dollar pro Stunde bei einem lokalen Anbieter einzuwählen. Wir tippen WORLD an unseren Handyanbieter, der uns 24 Std für 1,99 angeboten hatte, und bekommen eine Absage: „Bitte versuchen Sie es später nochmal.“ – Danke O2!

Wir probierten dann offline noch ein paar lokale Weine und zum Schluß einen richtig guten Roten. Der Cabernet war ein Geheimtipp eines Kollegen aus Perth. Er kommt allerdings nicht aus Margaret River, sondern von „nebenan“, aus der Region Great Western. Hier ist das Preis-Leistungs-Verhältnis eher noch im Rahmen, auch bei den kleinen feineren Produzenten. In Margaret River, dem „Sylt Australiens“ läßt man sich jede Flasche teuer bezahlen. Richtige Schnäppchen sind daher bisher generell Fehlanzeige. Nur Massenware der großen Konzerne ist hier und da richtig günstig, aber das will man ja auch nicht.

Barry hat uns für den nächsten oder übernächsten Tag einen Router versprochen, dann sind wir endlich wieder unabhängig. Bis dahin erstmal Gute Nacht Busselton und cheers nach Deutschland!

Jeanine & Christina

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1. Tag in Perth

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Nach dem obligatorischen langen Flug landen wir abends bei immer noch knapp 30°C in Perth. Wir kommen trotz gleichzeitiger Ankunft mehrerer A380 einigermaßen durch die langen Schlangen, für die sich eine Stimme aus dem Off regelmässig entschuldigt. Während wir uns freuen, dass die Geschenke (selbstgemachte Chipotle-Marmelade) mit uns einreisen dürfen, findet der Zollhund Gefallen an Christina oder ihrem Rucksack. Zum Glück aber doch eher an Christina, weshalb wir dann eine Taxifahrt später schwuppdiwupp schon beim Essen im Hotel sind und angenehm beschwert durch den ersten regionalen Wein ins Bett fallen.

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Heute Morgen dann Regen, aber ein charmanter Regen bei fast 30 Grad. Da wir viel laufen, ist das angenehmer als knallige Sonne, und kalt ist es zu keiner Zeit. Wir klappern einige Weinläden ab, quatschen mit den Kollegen dort, probieren schon mal, kaufen Proben, schauen uns eine schöne kleine Destillerie an und essen einen (für hiesige Verhältnisse nicht, aus unserer Sicht aber eher überteuerten) wunderhübschen simplen kleinen Lunch im GSG.

Am frühen Abend geht es auf vielfache Empfehlung in die ‚Petition‘, und zwar zuerst in die Petition Wine Bar & Merchant und dann ins Restaurant des Hauses Kitchen.

 

Die Küche ist schnörkellos und edel lokal, ohne das an die große Glocke zu hängen. Sowohl das Publikum als auch der Service decken ein breites Spektrum ab, von lässig bis angestrengt/anstrengend. Der „raw kingfish mit beetroot, gingervinaigrette and horseradish“ und die „roasted mushrooms with salted ricotta, warrigal greens, potatoe“ waren außergewöhnlich gut. Wasser ist (sonst unüblich) sowohl in der stillen als auch der sparkling Variante complimentary und entschädigt dabei ein wenig für die Perth-typischen Preise. Ein Espresso hilft, den immer wieder anklopfenden erlag auf Abstand zu halten, im Hotel warten schliesslich noch zwei Probeflaschen.

Morgen holen wir früh das Auto und fahren nach Margaret River.
Cheers,
Jeanine & Christina

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Good-bye and G´day!

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Tja, Crocodile Dundee hat schon 1984 eingeladen, Hello zu sagen, und wir kommen. :-)

Am Freitag steigen wir in den Flieger nach Perth, wo wir am Samstag spät nachmittags ankommen. Perth hat neben einigen guten bottle shops, tollen wine bars und lebendigen Restaurants, in denen man sich relativ incognito schon mal einen Überblick über die regionalen Lieblinge der Weinszene verschaffen kann, so einiges zu bieten. Wenn wir es zeitlich schaffen, setzen wir auch nach Penguin Island über. Traumhaft wären dort zwei Räder mit gekühltem Weisswein und Gläsern im Gepäck…

Ab Montag werden wir so richtig seriös und ziehen um an die Geographe Bay. Wir haben ein Appartement am Wasser gemietet, und zwar von Barry, der jahrelang im Musikgeschäft tätig war und sich auch ansonsten mit den schönen Dingen des Lebens auskennt. Von dort aus sind alle wineries in Margaret River gut zu erreichen, außerdem hat Barry uns eine Liste mit Einkaufs-, Restaurant- und anderen Tipps angefertigt, die wir dann nach Lust und Zeit auch noch unter die Lupe nehmen werden. Aber in erster Linie heißt es wieder: Probieren, Probieren und Zuhören.

Wir fangen diesmal in Westaustralien an und trinken arbeiten uns dann fleißig durch Margaret River, bis wir dann noch einmal quer rüber nach Adelaide fliegen.

Abgesehen davon, hoffentlich einen tollen Cabernet und eventuell auch einen der vielgerühmten weißen Blends einzukaufen, haben wir im Westen so einige große Namen auf dem Programm. Aber auch die großartige Landschaft, Eindrücke von Land und Leuten und alles, was sonst noch interessant ist, soll nicht zu kurz kommen. Viele von Ihnen sind weitgereist und werden bestimmt einiges wiedererkennen – oder vielleicht auch Lust auf bisher noch nicht Besuchtes bekommen.

Ab dem 27. April werden wir unsere Leute im Süden abklappern. Neben dem Clare Valley, den Adelaide Hills, dem Barossa Valley und dem McLaren Vale geht es diesmal auch auf einen zweitägigen Abstecher nach Kangaroo Island. Die Weine hier sollen sich stark verbessert haben, und wir gehen auch keiner Ausrede keinem Grund aus dem Weg, dieses Kleinod zu besuchen. Nicht umsonst haben die nun wahrlich nicht um tolle Spots verlegenen  Südaustralier den Flinders Chase National Park der Insel auf die Nummer 1 der “top 100 things to do before you die” gesetzt. „KI“, wie die abkürzungsaffinen Aussies das kleine Inselchen nennen, ist aber immer noch ein relativ geheimer Tipp.

Also, wir melden uns bald wieder und werden hier regelmäßig berichten. In Echtzeit können Sie uns bei Facebook und bei Instagram (hashtags #APELLation #aussietrip2016) über die Schulter bzw. in die Gläser schauen. Für heute heißt es Tschüß, Deutschland!

Cheers,

Jeanine & Christina

PS: There´s nothing like Australia!

 

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