Anthony Yount ist der Eigentümer und Winzer von KINERO (sein Privatlabel, nur Weißweine) und The Royal Nonesuch Farm (dort wohnt er und macht dort ein paar Rote und einen Weißen aus Clairette Blanche), seine Frau Hillary Lind kümmert sich um die Reben.
Ihre Arbeit ist nachhaltig und im Einklang mit der Natur, das ist ihnen nicht nur als Winzerfamilie, sondern natürlich auch privat wichtig. Im Sommer 2014 besuchten wir zum ersten Mal das Weingut Denner - hauptsächlich, um dort Anthony zu treffen. Er verkaufte uns ein paar Fläschchen von seinem Privatprojekt KINERO The Rustler Roussanne, die schnell ausgetrunken waren, und wir dachten, das war´s wohl, schade eigentlich.
Mittlerweile ist Denner an Gallo verkauft, aber ich konnte Anthony schon lange davor überzeugen, regelmäßig ein paar Flaschen seiner drei KINERO Weine gen Deutschland reisen zu lassen. Er meinte so, "ich hab viel zu wenig, das lohnt sich doch gar nicht..." Meine Antwort war ganz klar: zu wenig ist in jedem Fall besser als nichts!
Und jedes Mal, wenn die Flaschen wieder ausgetrunken sind, warten wir halt wieder ein bisschen auf die nächsten. Alle KINERO Weine sind herausragend und dabei machen sie auch noch enorm Spaß. Und die Royal Nonesuch Farm Weine spielen mittlerweile in der allerhöchsten Liga...
Anthony ist, wie viele große Winzer (und das ist er trotz seiner Jugend), sehr bescheiden. Seine Weine sind es nicht.
Alice ist spannend, gilt als Paradebeispiel dafür, was Grenache Blanc in Kalifornien sein kann, der Rosé ist so gar nicht auf Frucht oder Dropsigkeit angelegt und damit mal etwas ganz anderes im Glas (und zum Essen). Der Chardonnay Talley´s ist eine Wucht und der Rustler ist ein Flamingo in Weinform!
Kein leiser oder leichter Wein in Sicht, aber alle sind im wahrsten Sinne des Wortes unverwechselbar. Weine, bei denen das Kopfkino losrattert, vom ersten Schluck an.
Wenn Sie über diesem Text keinen Weine finden, sind sie wieder ausgetrunken. Neue Weine - endlich auch die von der Royal Nonesuch Farm - kommen dann nach oder als Schatzsucher per Newsletter in Ihre Mailbox...
Eins noch zum Thema Vergleich mit der Rhône - so bescheiden Anthony auch ist, auf Paso lässt er nichts kommen und ist sehr deutlich in seinem Bekenntnis zur Region:
Screw that. Paso has soils and climate unlike anywhere else in the world. That’s why we can do so many kinds of wine so well. The diurnal swing here is the largest in America and one of the biggest you’ll find anywhere. There are so many opportunities here to make a singular kind of wine that no other region could do.









